Ehrentafel am Lingmannhaus

Ehrehtafel am Lingmannhaus enthüllt.

Zabelstein (rnt) Von Gerolzhofen aus ist das ptägnante Panorama des 489 Meter hohen Zabelstein gut sichtbar. Wennman etwas genauer hinsieht, kannman sogar den Turm auf dem Gipfel erkennen. Mit gut zehn Kilometer Entfernung eignet sich der Berg gut als Ziel für eine Tageswanderung oder als kleine Feierabend-Tour mit dem Mountenbike.

Für den Steigerwaldklub Gerolzhofen ist der Zabelstein, mit seinem Lingmann-Haus, fast so etwas wie der Hausberg. Der damalige Leiter des Forstamtes Hundelshausen, August Lingmann, veranlasste Anfang der 1930er Jahre den Bau der Schutzhütte auf einer Lichtung des Zabelsteins.Im Sommer 1932 eröffnete das Lingmannhaus,das ursprünglich als Brotzeit-Hütte für die Forstarbeiter gedacht war. Schon an der Erbauung beteiligte sich der Steigerwaldklub Gerolzhofen finanziell.

Auch am Lingmann-Haus hinterließen der Zweite EWeltkrieg und die Nachkriegszeit ihre Spuren. Für das gemütliche Holzhaus, das nach wie vor im Besitz der Forstverwaltung Hundelshausen war, interessierte sich kaum jemand. Die Hütte wirderte vor sich hin, es drohte der endgültige Verfall.

Erst in den 1960er Jahrenerlangtedas Lingmaynn-Haus erneut die Aufmerksamkeit des Steigerwaldklubs Gerolzhofen. Der Verein kümmerte sich um die umfangreiche Sanierungs-Arbeiten und rettete es vor dem drohenden Verfall.

2006 sollte der Dachstuhl erneuertwerden. Dabei fiel auf, dass viele der alten Holzbalken marode und verstockt waren, Nach einigem Abwägen wurde auf Betreiben des damaligen 1. Vorstandes Engelbert Müller hin, das alte Lingmann-Haus abgerissen und durch ein modernes Holzhaus ersetzt. Der Neubau wurde von Mitgliedern des Steigerwaldklubs erstellt. Sie rstellten das Gebäute in ca.14200 Arbeitsstunden. Die Leistung der einzelnen Mitglieder erstreckte sich von 8 bis ca.1960 Stunden. Dieser Neubau war eine beispiellos und hervorragende Leistung der Zabelsteintruppe. 1. Vorsitzender Martin Rügamer enthüllte die Ehrentafel in einer kleinen Feierstunde. Die Ehrentafel soll die Leistung der Männer, die den Bau errichtet haben, nach außen hinzeigen. Leider konnten nicht alle Helfer bei der Feierstunde anwesend sein, weil einige bereits verstorben sin. Das Ingmann-Haus soll ein Ansporn für künftige Generationen sein, dass gemeinsam einiges erreicht werden kann. Die Helfer, die unter 1000 Stunden mithalfen, wurden auf einer Tafel im Inneren des Hauses gewürdigt. 1000 uns mehr Stunden halfen Erich Engelbrecht (1000), Edgar Pfaff (1000), Robert Groha (1224) Kilian Herbig (1282), Ludwig Müller (1582), Gottfried Ach (1680), Leo Haupt (ca.1500) und Engelbert Müller (1962) mit. Manche Helfer waren zwischen 6 und 12 Monaten (bei einer angemommen 40 Stundenwoche ohne jeglichen Urlaub) auf der Baustelle.

Seither haben 22 Übernachtungsgäste in der Hütte Platz. Der Neubau wurde komplett vom Steigerwaldklub Gerolzhofen finanziert. Der Grund, sowie das Lingmann-Haus, befinden sich inzwischen im Besitz des Forstamtes Ebrach und werden nach wie vor gepachtet.

Das Bild zeigt den 1.Vorsitzenden des Steigerwaldklubs, Martin Rügamer, (links) und den Ehrenvorsitzenden Engelbert Müller (rechts vor der Ehrentafel. Text und Foto: Robert Neubig

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